Die zwei Hauptkategorien: Weiße Magie ~  Schwarze Magie

 

 

Magisch begabte Menschen haben die Gabe / Fähigkeit oder beherrschen die Kunst durch ein besonderes Bewusstsein, angeboren oder erlernt, Menschen, Gegenstände und Elemente willentlich zu beeinflussen oder zu verändern. Dabei werden übernatürliche Mächte wie z.B. Geister, Dämonen, Incubus und Succubus zu den Ritualen herbeigewünscht. In durch verschiedenste Rauschmittel herbeigeführten Trancen, gewinnt der Zauberer der Magier oder die Hexe/ Hexer Einblick in die Vergangenheit, verschiedenste Dimensionen der Gegenwart und die Zukunft .Ein empfindliches Eingreifen in natürliche Abläufe ist der Effekt, der auch für Unbeteiligte Schaden bedeutet. Die weiße Magie hingegen ist gegensätzlicher Weise (das Eine bedingt das Andere), gezwungen, all dem entgegen zu wirken, und durch schwarze Magie entstandenen Schaden zu bereinigen oder abzuwehren ~ Abwehrzauber ~ . Magie selbst ist neutral, die ausführende Person entscheidet, ob zum Allgemeinwohl angewendet oder aber zum Schaden.

 Die sogenannte weiße Magie beinhaltet Rituale, wie Glücksmagie, Gesundheitszauber, Fruchtbarkeitsmagie, Wahrsagungen zum allgemeinen Nutzen, sowie Wachstumszauber und Schutztechniken gegen schwarze Magie. In jüngster Zeit haben sich Gruppen manifestiert, die den "Alten Weg" neu beleben. So unter anderem der Wicca Kult, eine neuzeitliche Hexenvereinigung, und der Pagan Kult . Zahlreiche Zauber- und Magie Bücher erleben eine Renaissance. Die alte Rituale, Rezepte und Kräutermischungen, sowie deren magische Anwendungen, finden ihren Weg zurück aus der Vergessenheit. Was die Magie vom Aberglauben unterscheidet bezeichnet man als aktive Zauberei oder als magische Handlungen . Hier gibt es verschiedene Teilbereiche, wie den ~Analogiezauber~, wo Gleiches mit Gleichem vergolten wird. Der~ Sympathiezauber ~,der Wirkungen in den verschiedensten Dimensionen hat und über große Distanzen wirkt. Zur Zauberei zählen z.B. das magische Besprechen von Warzen während der verschiedensten Phasen des Mondes. Der ~ Puppenzauber ~, wo eine handgefertigte Puppe  für die Person die im Mittelpunkt der Zauberhandlung steht stellvertretend be -und/ oder misshandelt wird (Voodoo).

 Was alle magischen Handlungen miteinander verbindet ist die gleiche Formel die lautet: "Wie oben so unten- wie Innen so Außen- wie im Großen so im Kleinen." Was heißen soll, dass der hermetische Grundsatz mitschwingt ,dass alles miteinander verbunden ist, auf dieser Welt nichts spurlos verloren geht und Lebewesen durch ein kollektives (Unter-) Bewusstsein miteinander verflochten sind .

 

 

Zur Geschichte der Magie

 

 

Die magischen Spuren der Menschheit reichen zurück bis in die Steinzeit. Auf Höhlenzeichnungen ist das Wirken von Zauberritualen, das Beschwören von Gottheiten und Heil, sowie Schutzhandlungen durch die Schamanen frühen Erdgeschichte festgehalten. Das setzt sich fort in Funden von Grabbeigaben sämtlicher untergegangener Kulturen, allen voran der alten Ägypter, Inkas, Mayas, Kelten, Sumerer, Griechen, Wikinger und Germanen. Nicht zu übersehende Monumente, wie z.B. die Steinkreise  sind um den ganzen Erdball verteilt. Sie legen Zeugnis ab von Riten und Zeremonien, die sich über die Kontinente hinweg auffallend ähneln und deren Ausrichtung und Bauweise heute immer noch Rätsel aufgeben. Aber nicht nur heute, schon in der griechischen Antike gab es einen Bund, der sich mit den Rätseln und Geheimnissen des Okkulten befasste und nach belegbaren Beweisen suchte, die Pythagoreer. Die wohl bekanntesten sind die griechischen Gelehrten Platon, Aristoteles und Sokrates.

 

Platon

 Ein paar Jahrhundert später, im Mittelalter, beschäftigte sich ein gewisser Wilhelm von Auvergne mit dem Thema Magie. Er versuchte den Unterschied zwischen schwarzer und weißer Magie zu beweisen und zu belegen, wurde aber durch die Kirche und deren Vertreter, wie z.B. Thomas von Aquin, ausgebremst. An Aufklärung in jeglicher Form war man nicht interessiert. Jede Art von Magie sollte als schädlich, dämonisch und teuflisch gelten. Das einzig Übermächtige sollte von der Kirche ausgehen, dafür brauchte es ein ungebildetes Volk. Die erste Schrift über das Thema Magie, ca. 1387, hieß "Magia Naturalis", anhand derer lässt man magische Handlungen nur für ausgesuchte Leute, unter Absegnung der Kirche, zu. Sie wurde aufgeschrieben von Abraham von Worms .

 

Eine der unzähligen Auflagen

 

 

Es sollte noch ca.100 Jahre dauern, bis ein italienischer Gelehrter, mit Namen Giovanni Pico della Mirandola, in seinem Buch "Über die Würde des Menschen " sein Verständnis niederschreiben konnte, ohne sich der Knute der Kirche beugen zu müssen. Weitere 36 Jahre später entstand die erste Zusammenfassung der Magie und deren Wirken durch die Hand von Agrippa von Nettesheim, (ein Gelehrter der Medizin und der theologischen Humanität) mit dem Titel "De Occulta Philosophia". Zugrunde liegt diesem Werk die Schrift von Giovanni Pico della Mirandola .

 

Agrippa von Nettesheim

 

 

Im späteren Mittelalter vermischte sich die Magie bis zu einem gewissen Grad mit Elementen des Christentums. Es entstanden Zauberbücher mit Namen  "Grimoire ",mithilfe dessen der Magie auf kirchliche Weise Stück für Stück der Garaus gemacht werden sollte. Die Magier waren aufgerufen, ganz im christlichen Sinne zu beten, zu fasten und die göttliche Macht in ihre magischen Praktiken mit einzubeziehen, um böse Geister und Dämonen gemeinsam zu bezwingen. Paracelsus, ein Alchimist und Reformator der Heilkunde, eiferte im Sinne von Leonardo da Vinci nach wahrhaftigen Erkenntnissen und Erfahrungen, um darüber einen ganz neuen, realistischen Weg zu beschreiten. Einen Weg, der frei ist von Aberglauben, Mystik und Religion. Er widerlegte in seinen Schriften Gelehrte wie Aristoteles und den geheimen Weg der Kabbalah. Er war ein Verfechter der Natur und der natürlichen Abläufe.

 

Paracelsus

 

John Dee, seines Zeichens Alchimist, Mathematiker, Astrologe und Magier, hat sich einen Namen gemacht, indem er sowohl die Engelsmagie hervorbrachte und prägte, als auch Navigationsinstrumente entwickelte. Seine umfangreiche Bibliothek legte den Grundstein für die heutige British Library in London. Die unverfälschten hermetischen Schriften gewannen in der Renaissance wieder in vollem Umfang an Bedeutung.

 

John Dee

 

Auf dem höchsten Stand der Aufmerksamkeit, bis dahin, war die Magie in der Romantik. Die bedeutendsten Verfechter der Magie waren Franz von Baader, Friedrich Schlegel und Novalis. Auf Grund vermehrter Reisen und Entdeckungen flossen exotische Elemente, vor allem ägyptische und indische, in die europäische Magie ein und machten das Ganze geheimnisvoller und faszinierender, so dass eine immer größere Anhängerschar diesem Zeitvertreib frönte. Es war eine Modeerscheinung und jeder der etwas auf sich hielt gehörte zu einem intimen Kreis "Eingeweihter ". Logen und  magische Zirkel gewannen immer mehr an Bedeutung und Einfluss. Das beginnende 18. Jahrhundert brachte Personen wie Cagliostro und Franz Messmer hervor, jeder eine Koryphäe seines Fachs. Sie ebneten den Weg vom animalischen Magnetismus über Hypnotherapie bis hin zum Beginn der Entwicklung des Spiritismus.

 

 

William Butler Yeats: "Ich glaube an die Vision des Wahren in den Tiefen des Geistes, wenn die Augen geschlossen sind."

Essay "Magie" (1901)

 

Bedeutende Persönlichkeiten des magischen Weges waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts Rudolf Steiner, Algernon Blackwood und William Butler Yeats. Was sie alle miteinander verbindet ist die Tatsache, dass sie Mitglied in der Loge des Golden Dawn waren. Verstärkt geprägt wurde in dieser Zeit die Anthroposophie und die Theosophie.

 

Symbolik des Golden Dawn

 

Einen ganz besonderen Platz in der Geschichte der Magie nimmt Aleister Crowley ein, er war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der wohl umstrittensten Figuren der Mitglieder des "Golden Dawn" und des Ordens "Ordo Templi Orientis".

 

Aleister Crowley

 

Heute ist die Magie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie ist für Menschen mit erweitertem Bewusstsein Bindeglied für kosmische und irdische  Zusammenhänge. Und für andere eine Quelle steten Erstaunens und die Möglichkeit persönlicher Entwicklung und Entfaltung. Ein langer Erkenntnisweg und unterschiedlichste Umsetzungen und Ansichten haben das Gesicht der Magie geprägt. Es entwickelten sich daraus die verschiedensten Zweige und Anwendungen z.B. unterschiedlichste psychotherapeutische Praktiken, Neurolinguistik, Channeling, Reiki, die Kabbala, Wicca, Pagan und Oneirologie. C.G. Jung, ein Psychologe, der die Traumdeutung als Weg zur Seele neu definiert hat .

 

 

 

 

 

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