.::Vedas Poesie::.

 

 

Hier möchte ich ein paar meiner Gedichte zum Besten geben .Gedichte die ich nur im Herbst schreibe, und wenn es regnet . Viel Spass beim Lesen .

 

 

Gläsernes Sein



Ich seh meine Hand auf fremdem Stein
nicht meine Sonne  , nicht mein Mond
gleit in adamantene Schwaerze hinein
von keinem lebenden Wesen bewohnt


Zertruemmerte Welten , gefrorene Zeit
myriadene Nebel von Farben
verborgen in tiefer Unendlichkeit
ein Pool von seelischen Narben


Geheime Ziele , Aeonen weit
gebettet in glaesernes Sein
doch geboren in diese Endlichkeit
seh ich meine Hand auf fremdem Stein
 


 Der Magier



Er weiß wohin du gehst
doch nicht wo du jetzt stehst
erst als Teil und dann als Ganzes
Agonie des Schicksalstanzes


Wissen das so voller Kraft
immer neue Wege schafft
aus dem Nichts zu quellen scheint
was sich dennoch nie vereint


Viel zu kurz des Magiers Leben
unnütz ist der Wissensschrein
wird nur einen Teil dir geben
läßt dich niemals sicher sein



Fremdes Streben



Sehnsucht nach Vollkommenheit
nicht Hier nicht Jetzt die falsche Zeit
was einmal war kann niemand sagen
gehört zu längst vergangenen Tagen


Das Hier und Jetzt ist nur ein Teil
von verlorenem Seelenheil
zerissen wurde durch die Zeit
kann binden nur die Ewigkeit


Was hat Schuld hat das getan
was so quält von Anfang an
gefangen in dem einen Leben
rücksichtsloses fremdes Streben

 

Schatten von 6 x 7



Welke Hülle wundes Herz
geübtes Auge sieht den Schmerz
geboren einst als Kind der Nacht
allein Saturn darüber wacht


Bald wird der Kreis sich schließen
verdorrte Zweige wieder sprießen
schwarze Wasser sind das Tor
führen stehts zum Licht empor


Mauern hoch aus kaltem Stein
werden keine Mühe sein
Kraft ist es was man gewinnt
dem Schicksal aber nicht entrinnt


Ziele geben mir den Sinn
wer ich war und was ich bin
Frieden finden welch ein Preis
doch bleiben wird der Seele Eis

 

Die vier Jahreszeiten



Frühling


Der Himmel drohet wolkenschwer
und jedes Pfützlein wird zum Meer
ich laufe und ich atme Glück
der Frühling kommt er kommt zurück


Die Luft wie Seide herrlich frisch
Printemps deckt nun ihren Tisch
Wunder nenn ich diese Zeit
voll Hoffnung und Lebendigkeit


Das frische Grün den Augen schmeichelt
jede Blume meine Seele streichelt
schwer der Duft von Erde ist
Frühling wie hab ich dich vermisst


  

Sommer

 

Weite Felder golden glühn
und die Wiesen saftig grün
bunte Tupfen Blumen sind
wiegen sanft im Sommerwind


Heiß und trocken flirrt die Luft
süß und schwer von Blütenduft
ein Baum uralt am Feldrand steht
welch erhaben Majestät


Fernes Donnergrollen kündet
leuchtend Gold im Grau verschwindet
im Crescendo endet dann
was so zirpend schwül begann


 

Herbst

 

Geliebter wehmütiger Zauber
raschelnde bunte Blätterpracht
dein Regen wäscht Schutziges sauber
und bringt die kühlen Nebel der Nacht


Dein Duft birgt melancholische Trauer
was gleichsam Freude mir bringt
übergießt mich mit wohligem Schauer
als wenn ein geistliches Lied erklingt


Im ewigen Wandel der Zeit
die Luft erfüllst mit melodischem Klang
gibst mit dein treues Geleit
ein vergängliches Leben lang
 

 



 

 

Winterzaubernacht



Schimmernd weißer Fall
rein wie aus Kristall
hat die Stille mitgebracht
weiße Winterzaubernacht


Borea`s Mal am Himmel steht
Euro`s Atem eisig weht
das Leben mit der Starre ringt
alles tief im Schnee versinkt


Der Morgen bleich und kalt erwacht
ein Traum aus Frost und Eis gemacht
Die Sonne kaum den Tag erhellt
geheimnisvolle Glitzerwelt

 

Birkentraum



Weiß mit schwarz betupfter Stamm
filigrane schlanke Biegsamkeit
steht auf einem Hügelkamm
trägt ein maiengrünes Kleid


Im Wind der Birke Zweige schwingen
koronengleich der Blätter Glanz
erklingt ringsum ein wispernd singen
allhier zum steten Frühlingstanz


Erscheint sie uns in einem Traum
bedeutets Frohsinn und auch Glück
als Lichtgestalt bringt dieser Baum
ein Stückchen Kindheit uns zurück

 

Alle hier aufgeführten Gedichte sind geistiges Eigentum von © Veda , also von mir .


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