Der Tod

 

Archetypen: Gevatter Tod
 
 
 
Auf der Tarotkarte “Der Tod“ ist ein Skelett zu sehen, welches in einer schwarzen Rüstung steckt. Das Skelett reitet auf einem schönen weißen Pferd. Dies bedeutet, sich von der eigenen Körperlichkeit zu befreien, aufgrund der Kraft des Geistes. Hierin liegt die Erkenntnis, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist. Dieser Gedankenschritt hilft bei allen Transformationsprozessen und dient der Neueinordnung innerhalb des ewigen Kreislaufes. In seiner Knochenhand hält der Tod ein Banner, auf dem eine Blume zu sehen ist. Die Blume stellt die mystische Rose dar, welche für den ewigen Rhythmus von Niedergang und Auferstehung steht. Der tiefere Sinn der mystischen Rose liegt in der Wahrnehmung, dass jedes Leben in bestimmte Zyklen eingeteilt ist, auch über die Grenzen der fleischlichen Hülle hinaus.
 
Ein kirchlicher Würdenträger steht aufrecht vor dem herannahenden Tod und zeigt mit dem Finger in Richtung aufgehende Sonne. Die Botschaft beim Kartenlegen dieser Einzelszene lautet, mit der Kraft des Glaubens den Tod zu überwinden, das ist ein Hinweis auf die Unsterblichkeit der Seele. Auf dem Boden kauert eine Gestalt, deren weißes Gewand diese als unschuldiges Wesen kennzeichnet, als Jungfrau. Das heißt, dass der Tod vor nichts und niemandem halt macht, auch nicht vor der Unschuld, welche dem Kind, das vor der Jungfrau kauert, innewohnt. Das Ziel ist, den Tod als immerwährende, einzige und unbestechliche Gewissheit zu betrachten, ohne an dieser Erkenntnis zu zerbrechen. Das bedeutet auch, in momentane Abhängigkeiten keine allzu großen Prioritäten zu setzen.
 
Das Kind mit den Blumen blickt dem Tod angstfrei, neugierig und unschuldig entgegen, es sieht im Tod keine Bedrohung, sondern das Versprechen, dass damit etwas Neues seinen Anfang nimmt. Ausgestreckt auf dem Boden liegt ein König, dessen Krone unter die Hufen des Pferdes gerollt ist. Hierin liegt die Offenbarung der Begrenztheit aller weltlichen Mächte. Diese Szene fordert u.a. auf, eine fest gefahrene und überholte Weltanschauung zu erneuern und damit das erstarrte Selbst zu transformieren. Durch die Landschaft auf der Tarotkarte “Der Tod“ fließt ein Fluss. Wasser hat große Macht, es ist das Element, welches durch seine an-, oder Abwesenheit über Leben und Tod entscheidet.
 
Ein weiterer Hinweis auf die Vergänglichkeit allen Seins. Ein Boot fährt Richtung Osten, es trägt den Sarkophag eines Pharaos. Dies ist der Fingerzeig auf die Rückbesinnung auf alles Ursprüngliche. Auf der anderen Seite des Flusses liegt das dunkle Reich der Toten. Im Inneren eines jeden Menschen liegt eine dunkle Zone, die zu betreten enorme Überwindung kostet, aber es ist notwendig, um sich selbst besser kennen zu lernen. Das zeigt uns, dass Gefahren dazu da sind um durchlebt und überwunden zu werden, im Rahmen einer ganzen Reihe von Prüfungen, die das Leben allen auferlegt.  
 
Die Sonne geht zwischen 2 Türmen auf, ein Zeichen für die Dualität des Lebens und für die Überwindung innerer Zerrissenheiten. Wenn die Tarot Karte “Der Tod“ beim Karten legen auftaucht, dann ist es nicht primär der Tod um den es geht, sondern die Entstehung wichtiger Erkenntnisse, aber manchmal eben auch ein Abschied für immer.  
 
 
Der Tod als Tageskarte:

Der Tod steht für Verluste aller Art. Werden und vergehen, geboren werden und sterben, das sind die Begleiter der Tageskarte der Tod. Vielleicht kommst Du heute in eine Situation, in der Dir die Endlichkeit des Lebens vor Augen geführt wird? Nicht ist für ewig. Sterben ist in unserer hoch entwickelten Gesellschaft immer noch ein Tabu Thema, dennoch sterben täglich Menschen, Tiere und Pflanzen, oft sogar direkt vor unseren Augen. Der Tod ist nichts was Angst machen sollte, zumindest aber sollte man respektvoll mit diesem Faktotum umgehen. Die Tageskarte der Tod bringt den Abschied und den Verlust von vielen Dingen mit sich.

Der Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres ist heute genauso möglich wie das Ende eine Freundschaft, einer Beziehung oder einer Ehe. Manchmal fühlen wir uns plötzlich fremd in unseren eigenen Leben, das ist auch ein Thema der Tageskarte der Tod, denn es bedeutet, dass ein alter Persönlichkeitsanteil gestorben ist, man hat sich weiter entwickelt. Auch wenn man heute den Job verliert oder etwas anderes Einschneidendes passiert, sollte man sich immer vor Augen halten; der Tod ist nicht das Ende, es ist ein Hinüberwechseln in einen neuen Kreislauf. Etwas Neues baut sich auf, eine neue Ordnung bildet sich. Loslassen lautet das Gebot der Stunde.

 
Allgemein: das Ende eine Entwicklungsphase; das große Loslassen; alte Gewohnheiten hinter sich lassen; das Unwiderrufliche; überholte Ansichten und Wertvorstellungen ablegen; Neubeginn; die Angst vor dem Neuen; Notwendigkeiten; Einsichten
 
Liebe: entweder ist es eine neue Ebene, die sich innerhalb der Beziehung bildet, oder die Beziehung selbst geht zu Ende; den Abschied akzeptieren; bewusst trauern und den Schmerz durchleben; Annahme dessen was ist; der Befreiungsschlag; Liebe und Tod gleichermaßen verstehen und akzeptieren lernen
 
Job: Unumkehrbarkeit einer beruflichen Veränderung; Neuerung und Wandel einer eingefahrenen Arbeitssituation; etwas völlig Neues tut sich unerwartet auf; sich aus Verstrickungen lösen; eigene Wege angstfrei gehen   
 
 
Schattenseite: Klammern; den Tod panisch fürchten; Aberglaube; Entwicklungsunwille; Erpressbarkeit; vor Langeweile “sterben“; Beziehungsaus nicht anerkennen und versuchen fest zu halten, was sich nicht festhalten lässt; Stalking; mit Ablehnung nicht klar kommen; Kündigung; Bankrott- Insolvenz; Entwicklungen absichtlich blockieren; Faulheit; sich tot stellen; an den Mythos der weltlichen Unsterblichkeit glauben
 
 
 
 
Immer wenn der Tod im Kartenblatt auftaucht, dann geht es um stirb und werde, Niedergang und Auferstehung, Wandel und Neubeginn. Dass sind Dinge, mit denen die Tarotkarte "Der Tod" einhergeht und jeder der irgendwann damit in Berührung kommt, bekommt es erst enmal mit der Angst zu tun. Ruf mich an und lass uns über Deine Ängste reden  Kontaktdaten

 

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